Jagd-Einrichtungen

Die kleine Kanzel in einem Seitental des Weiltals zeigt, wie ausdauernd Kanzeln sind, wenn sie von einem auskragenden Dach vor den Unbilden des Wetters geschützt sind. Errichtet hat sie ein Jagdfreund, der in den sechziger, siebziger Jahren Jagdaufseher in diesem Revier war.. Die damals noch ungeteilte große Hochwildjagd war zu dieser Zeit an eine Tochterfirma von Dynamit Nobel, an Genschow GECO, verpachtet.  Vom gleichen Typ tun noch heute  zwei weitere nach gleichem Muster errichtete Kanzeln  im Revier ihren Dienst. Einige andere sind im Laufe des vergangen halben Jahrhunderts von den Dickungen,  an deren Rand sie standen, überwachsen worden .

Ich weiß nicht, ob der Plan für die Kanzel von GECO mitgebracht wurde, ob mein Freund den Bauplan aus dem Sudetenland mit herübergebracht hat oder ob schon früher Kanzeln in dieser Ausführung und in diesen Abmessungen hier bei uns im Taunus gebaut wurden. 

Das Konstruktionsprinzip ist jedoch bei uns heute so bewährt und verbreitet, dass ich sie einfach mal ‚Taunus-Kanzel‘ nenne. 

Wir können die Kanzel mit senkrecht aufsteigenden Standstangen errichten, wir können die Standbeine der Kanzel aber auch ausstellen. Den ersteren Typ nennen ich dem Buchstaben folgend ‚H-Kanzel‘, den Typ mit den ausgestellten Standbeinen bezeichne ich als  ‚A-Kanzel‘. Beide Kanzeltypen können auch mit Podest errichtet werden.

Ich werde ihren Bau hier ausführlich beschreiben.